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Der Preis

Eberhard Schöck nahm die Bauindustrie im Vergleich zu anderen Industriezweigen als nicht ausreichend modern und beweglich wahr. Mit dem Schöck Bau-Innovationspreis setzt er einen Impuls für die neue Generation, sich an einem Prozess zu beteiligen, der diesem Mangel entgegenwirkt. Er hat selbst entscheidende Neuerungen einbringen können. Hier verbindet er seinen eigenen Erfindergeist mit der Motivation anderer, es ihm gleich zu tun.

Der Preis wird jährlich für drei Master- bzw. Diplomarbeiten vergeben und beträgt jeweils 2.500 Euro. Ein zweitägiges Rhetorik-Seminar in Baden-Baden bereitet die Preisträger auf die Kurzpräsentation ihrer Arbeiten im Rahmen der Preisverleihung vor.

Der Preis richtet sich an Absolventen aus Deutschland und aus dem europäischen Ausland. Eingereicht werden können Arbeiten in deutscher oder englischer Sprache, die einen Beitrag leisten zu neuen Materialien, neuen Bauweisen, neuen Konstruktionen, neuen Nachweiskonzepten, neuen physikalischen Problemlösungen in den Bereichen Stahlbetonbau, Stahlbau, Holzbau oder Mauerwerksbau mit dem Ziel, zu einfachen, wirtschaftlichen und/oder dauerhaften Bauwerken zu kommen.

Termine

Einsendeschluss für die Abschlussarbeiten ist immer der 31. Oktober.
Sie können Ihre Arbeit hier hochladen.

Die Preisträger stehen Mitte Januar fest.

Die Preisverleihung 2022 findet am 1. Juli 2022 in Baden-Baden statt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Fördergelder

Arbeitsaufbauten, Versuchsinstallationen und Ähnliches, die im Rahmen einer Master- bzw.  Diplomarbeit im Bereich Massivbau benötigt werden, können von der Eberhard-Schöck-Stiftung bezuschusst werden. Es stehen hierfür jährlich Mittel zur Verfügung.

Mehr erfahren Sie unter Bewerbung


Jury

Prof.dr.ir. Joost C. Walraven
Department Design and Construction, TU Delft, Niederlande
Structural and Building Engineering
Concrete Structures
zur Person (externer link)

Prof. Dr.-Ing. Josef Hegger
RWTH Aachen University
IMB Lehrstuhl und Institut für Massivbau
zur Person (externer Link)…

Prof. Dr.-Ing. Thomas Ummenhofer
KIT Stahl und Leichtbau
Versuchsanstalt für Stahl, Holz und Steine
zur Person (externer Link)…

Dr.-Ing. Harald Braasch
Vorstand Technik Schöck AG Baden-Baden
zur Person

Prof. Dr. Jan Hofmann
Universität Stuttgart
zur Person (externer link)


Über den Stifter Eberhard Schöck

Mit der Erfindung des inzwischen legendären Schöck Isokorb hat Eberhard Schöck die innovative Ausrichtung seines Unternehmens nachhaltig begründet. Für das Unternehmen  Schöck Bauteile GmbH, das Eberhard Schöck im Jahre 1962 gegründet hat, ist die Entwicklung innovativer Produkte für den Beton- und Mauerwerksbau noch immer zentral.

Mit seiner Begeisterung für die Entwicklung von immer noch besseren Lösungen für den Bau wollte er auch andere anstecken und motivieren. So entstand die Idee, innovative Ansätze im Rahmen der akademischen Ausbildung zu fördern und auszuzeichnen.

Seit 2001 werden jedes Jahr junge Absolventen des Bauingenieurstudiums, die auf diesem Feld herausragendes geleistet haben, mit dem Schöck Bau- Innovationspreis ausgezeichnet.

Eberhard Schöck in Jahre 2015 über den von ihm gestifteten Preis:

Video: Marius Merkel

Vita des Preisstifters Eberhard Schöck

Am 26. April 1935 wurde Eberhard Schöck in Nürtingen geboren. Nach der mittleren Reife am Gymnasium, einer Maurerlehre sowie Praktika bei Architekten und in einem Fertigteilwerk, begann er mit dem Studium des Bauingenieurwesens an der FH Stuttgart. Dort wurde er im Jahre 1956 für die beste Vorstaatsprüfung ausgezeichnet.
Danach wechselte Eberhard Schöck an die FH nach Hamburg. Vor und während des Studiums absolvierte er verschiedene Auslandspraktika: in der französischen Schweiz, in England und in der Türkei. Dadurch lernte er den Erfahrungsaustausch in anderen Ländern schätzen.

In Hamburg legte er im Jahre 1958 sein Diplom (FH) als Bauingenieur ab. Seine erste Stelle trat er beim Institut für Arbeitswissenschaft in Stuttgart an, das sich mit der Rationalisierung des Bauens beschäftigte. Diese Idee ließ ihn nicht mehr los. Alle seine späteren Entwicklungen und Innovationen verbessern die Qualität des Bauwerks und steigern die Effizienz der Abläufe am Bau.

1962 machte Schöck sich als Bauunternehmer in Varnhalt bei Baden-Baden selbständig und gründet die Schöck Bauteile GmbH. Das Unternehmen hat sich bis heute zu einem international operierenden Bauzulieferer entwickelt, die Schöck Gruppe beschäftigt über tausend Mitarbeiter. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von einbaufertigen Bauteilen, die ein Teil der Statik sind und einen hohen bauphysikalischem Nutzen haben, wie beispielsweise die Verminderung von Wärmebrücken an auskragenden Bauteilen oder die Vermeidung von Trittschall im Gebäude. Außerdem wird innovative Bewehrungstechnik entwickelt.

1992 gründete er die Eberhard-Schöck-Stiftung, deren Vorstandsvorsitz er 2017 an seine Tochter Simone übertrug.

2018 erhielt Eberhard Schöck für besondere Verdienste die Staufer-Medaille des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg.